Impact Report 2023

26. Juni 2024

32 Zielländer, 95 refinanzierte Finanzinstitute, 404.537 erreichte Endkreditnehmer – das ist unsere beeindruckende Bilanz des Jahres 2023.

Seit Gründung vor 18 Jahren wird die Invest in Visions GmbH vom Gedanken angetrieben, dass die öffentlichen Gelder und philanthropischen Mittel nicht ausreichen, um die sozialen und ökologischen Herausforderungen zu bewältigen. Unglaubliche 4 bis 4,3 Billionen US-Dollar werden laut aktuellem Halbzeitbericht der UNCTAD (Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung) jährlich benötigt, um die Finanzierungslücke zur Erreichung der nachhaltigen UN-Entwicklungsziele bis 2030 im Globalen Süden zu schließen. Mikrofinanz kann dabei helfen. Es ist ein wichtiges Instrument zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und Armutsbekämpfung.

Für Mikrofinanz, generell für Impact Investing, braucht es eine Wirkungsabsicht, einen Wirkungsbeitrag und eine Wirkungsmessung auf Basis einschlägiger Indikatoren. Der Wirkungsbeitrag ist dabei das zentrale Element. Wie dieser erzielt werden kann, wird in der sogenannten „Theory of Change“ dargestellt. Dabei handelt es sich um eine Methode zur Planung und prozessorientierten Evaluierung von Programmen, Projekten und Investitionen, durch die sozialer Wandel gefördert werden soll.

Der Wirkungsbeitrag von Invest in Visions, als ausgelagerter Finanzportfoliomanager für die von uns verwalteten Fonds, besteht vor allem in der Allokation von Kapital in einen unterversorgten Markt: Die Fonds refinanzieren Mikrofinanzinstitute in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die das Geld in Form von Kleinst- und Kleinkrediten an Endkreditnehmer weiterreichen. Gespräche mit den Mikrofinanzinstituten über Kundenschutz spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie auch der stetig steigende Anteil der in lokaler Währung vergebenen Darlehen.

Ob in der Fokus-Region des aktuellen Impact Reports Lateinamerika, wo 35 Prozent der investierten Gelder Ende 2023 allokiert waren, oder generell – der Beitrag der von Invest in Visions gemanagten Fonds zur Unterstützung von Arbeitsplätzen und zur Wertschöpfung kann mithilfe der JIM-Datenbank[1] zumindest geschätzt werden. Zwar ist eine Messung des spezifischen Beitrags zur Reduzierung von Armut und Ungleichheiten nicht möglich, doch kann auf Basis wissenschaftlicher Studien ermessen werden, ob Mikrofinanz generell das Potenzial hat, eine positive Wirkung in diesen Bereichen zu erzielen.

[1] Joint Impact Models (JIM): Spin-off der niederländischen Entwicklungsbank FMO