Marketingmitteilung

Arbeit und Familie vereinbaren. Aber wie?

Nadira Hossain Rupas Weg als Unternehmerin begann ungeplant und in einer herausfordernden Lebensphase. Ein familiärer Notfall rund um ihren kleinen Sohn hatte ihr gezeigt, dass es immer schwieriger geworden war, einen anspruchsvollen Beruf mit dem Familienleben zu vereinbaren. So traf sie die schwierige Entscheidung, ihre Arbeitsstelle im Bankenwesen aufzugeben. Entschlossen, sich eine Karriere nach ihren eigenen Vorstellungen aufzubauen, schrieb sie sich 2007 für ein maßgeschneidertes Ausbildungsprogramm ein und gründete 2008 mit ihren Ersparnissen ihr eigenes Unternehmen.

Von ihrem Esstisch zu Hause aus begann Nadira, handgefertigte Kleidung zu entwerfen und zu verkaufen. Ihre Produkte fanden schnell Anklang bei Freunden und Kunden, was sie ermutigte, zu expandieren. Innerhalb eines Jahres mietete sie einen kleinen Arbeitsraum, kaufte die notwendigen Maschinen und baute eine Produktionsstätte mit fünf Mitarbeiterinnen auf. Als ihr Unternehmen wuchs, bezog sie auch andere Frauen aus ihrer Gemeinde mit ein, indem sie ihnen Stoffe lieferte, wodurch diese nun in der Lage waren, von zu Hause aus ein Einkommen erzielen zu können.

Unternehmertum ist nicht immer leicht

Wie bei vielen Kleinunternehmerinnen stand auch Nadira mit ihrem Unternehmen im Laufe der Jahre vor erheblichen Herausforderungen. Nachdem sie ihre Produktionsstätte nach Narsingdi in Bangladesch verlegt hatte, um die Abläufe zu verbessern, wurde sie von der COVID-19-Pandemie hart getroffen. Die Produktion und der stationäre Verkauf kammen weitestgehend zum Erliegen, was sie dazu zwang, sich anzupassen: Sie verkaufte Produkte online und führte einen Lieferservice für selbstgemachte Speisen ein, um ihr Unternehmen während der Krise am Laufen zu halten.

Um ihr Unternehmen weiter zu stärken, erhielt Nadira eine Finanzierung in Höhe von 1.000.000 BDT (8.130 USD) vom Centre for Development Innovation and Practices. Die Finanzierung hat den Ausbau der Ghorowa Boutique in Banasree, Dhaka, Bangladesch unterstützt und es ihr ermöglicht, in das Unternehmen zu investieren und der wachsenden Kundennachfrage gerecht zu werden. Heute bietet die Boutique handgefertigte Kleidung an und schafft gleichzeitig weiterhin Existenzgrundlagen für die an der Produktion beteiligten Frauen.

Wachstum, das Wirkung zeigt

Mit fast zwei Jahrzehnten unternehmerischer Erfahrung hat Nadira ihr Unternehmen auf nationalen KMU-Messen und internationalen Veranstaltungen in Thailand, Nepal und Indien vertreten. Heute betreut sie angehende Unternehmerinnen im Rahmen der SME Foundation aus Bangladesch und plant, die Ghorowa Boutique weiter auszubauen, dabei mehr Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und weitere Frauen zum Unternehmertum zu inspirieren.

Das Centre for Development Innovation and Practices (CDIP)

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 in einem abgelegenen Dorf im Bezirk Brammanbaria setzt sich das CDIP dafür ein, die sozioökonomischen Lebensbedingungen benachteiligter Menschen durch die Bereitstellung finanzieller und sozialer Dienstleistungen direkt vor Ort zu verbessern. Derzeit unterstützt das CDIP in 30 Bezirken Bangladeschs 324.099 Familien mit Kreditangeboten und 57.661 benachteiligte Kinder mit Nachhilfeleistungen zu Hause.[1]

Für Invest in Visions, in ihrer Funktion als Finanzportfolioverwalter, ist das CDIP ein verlässlicher Partner. Als etablierte und zu den 14 führenden Mikrofinanzinstituten in Bangladesch zählende Einrichtung hat es sich als sehr widerstandsfähig erwiesen.

Das CDIP leistet einen Beitrag zur finanziellen Inklusion, indem es sowohl individuelle Mikrokredite vergibt als auch Dienstleistungen im Bereich der sozialen Entwicklung. Erreicht werden damit Kleinunternehmer, insbesondere viele Frauen, in ländlichen Gebieten Bangladeschs. 99 Prozent der Mikrokredite des CDIP werden an Frauen vergeben. Außerdem ist das Board des CDIP zu 50 Prozent mit Frauen besetzt.

Die Programme des CDIP stärken die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und Stabilität vor Ort erheblich. Durch die Förderung kleiner Unternehmen und die Stabilisierung der ländlichen Wirtschaft hilft das CDIP den Gemeinden dabei, Resillienz gegenüber wirtschaftlichen Schocks aufzubauen. Dies mindert nicht nur finanzielle Anfälligkeiten, sondern trägt auch positiv zur allgemeinen sozioökonomischen Stabilität bei und gewährleistet nachhaltige und inklusive Entwicklungsergebnisse für die am stärksten marginalisierten Bevölkerungsgruppen.

[1] https://cdipbd.org/6 Stand 22.07.2026