CORONA-BAROMETER

In diesem Corona-Barometer geben wir Ihnen einen Überblick über die Situation in den Ländern, die in der Länderdiversifikation des IIV Mikrofinanzfonds die ersten zehn Positionen ausmachen (letztes Update des Barometers: 14. September 2021).

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 9,16 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 33.288.021 Fälle; 443.247 Todesfälle; 32.476.647 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 1.380.004.390 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkungen:

  • Januar 2021: Teilweise Öffnungen von Schulen und Universitäten, Start der Impfkampagne am 16. Januar
  • April 2021: Zweite Corona-Welle wird durch eine neue Variante des Coronavirus, eine doppelte Mutation (B1617), verursacht
  • April 2021: Indien kündigt eine beschleunigte Phase 3-Strategie der Covid-19 Impfung ab dem 1. Mai 2021 an, es sollen täglich 6-7 Millionen Impfungen stattfinden
  • April 2021: Die am meisten betroffenen indischen Bundesstaaten (Delhi, Maharashtra, Uttar Pradesh, Kerala, Karnataka) kündigten ihrerseits einen verschärften Lockdown an, mit strengeren Ausgangsperren und Kontaktbeschränkungen
  • 01. Mai 2021: Die Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen ist aufgehoben worden, jede Person ab 18 Jahren kann sich impfen lassen
  • Juni 2021: Angesichts deutlich sinkender Infektionszahlen kündigen Neu-Delhi und Mumbai zusammen mit weiteren Regionen erste Lockerungen an: Öffnungen der Märkte und Einkaufszentren, dabei sollen Geschäfte mit geraden und ungeraden Hausnummern abwechselnd öffnen; der öffentliche Verkehr, Büros, Restaurants und Theater sind mit der Hälfte der Sitzkapazität wieder nutzbar

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • Reale BIP-Wachstumsrate negativ in Q2 2020 (-9,8 Prozent) und Q3 2020 (-5,6 Prozent), aber Erwartung für Q4 2020 (0,5 Prozent) positiv
  • Mehrere geldpolitische Maßnahmen: spezielle Refinanzierungsvehikel für ländliche Banken, Wohnungsbaufinanzierungsgesellschaften sowie kleine und mittlere Unternehmen, vorübergehende Reduzierung der Liquiditätsdeckungsquote und Beschränkung der Dividendenausschüttungen der Banken
  • Verlängerung des Garantiesystem für Notfallkreditlinien durch die Regierung bis zum 30. September 2021
  • 4. Mai 2021: Die Abwicklung für COVID-bedingte Kredite für Privatkund:innen und KMU (Kleine und mittelständige Unternehmen) wurde wieder eingeführt und ausgeweitet auf KKMU (Kleinste, kleine und mittlere Unternehmen) – Kreditnehmer:innen können bis Ende September 2021 eine Restrukturierung von Krediten anfordern

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Direkte Ausgaben zur Unterstützung der Bevölkerung (ca. 1,9 Prozent des BIP): Sachleistungen, Geldtransfers, Investitionen in Gesundheitsinfrastruktur, Lohnförderungen, erleichternde Maßnahmen zur Einhaltung der Steuervorschriften
  • Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung (4,9 Prozent des BIP): Kreditunterstützung für Unternehmen und arme Haushalte, Stromversorgungsunternehmen, verschiedene Maßnahmen im Finanzsektor für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) sowie Finanzinstitute ohne Banklizenz (Non-banking financial institutions) sowie zusätzliche Unterstützung für Landwirte durch Vorzugskredite
  • Erweiterung des Haushalts um die Ausgaben für Gesundheit und Wohlbefinden, einschließlich einer Rückstellung für das COVID-19 Impfprogramm des Landes von 350 Milliarden Rupien (knapp 4 Milliarden Euro)
  • Mai 2021: Die Regierung verlängert die Gewährung von zinslosen Darlehen an die indischen Bundesstaaten für Investitionsausgaben auf das Geschäftsjahr 2021/22 und beschleunigt die Freigabe eines Katastrophenschutzfonds
  • Importzölle und andere Abgaben auf Impfstoffe, Sauerstoff und sauerstoffgenerierende Geräte wurden erlassen

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 8,41 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 163.108 Fälle; 1.142 Todesfälle; 155.114 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 34.232.050 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkungen:

  • Juli 2020: Anstieg der Fälle, besonders in der Hauptstadtregion Taschkent, sodass neue Quarantänebeschränkungen erlassen wurden (u.a. für Reisen zwischen Regionen, öffentliche Veranstaltungen und große Non-Food-Märkte, Geschäfte und Restaurants)
  • März 2021: Durchschnittliche Anzahl an Neuinfizierten liegt bei etwa 75 pro Tag
  • Mai 2021: Die Anzahl der Neuinfizierten steigt wieder an
  • August 2021: Die Zahl der Neuinfizierten ist auf 950 pro Tag gestiegen

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • Verlängerung der Laufzeiten der Kreditrückzahlungen für die betroffenen Sektoren
  • Überwachung der finanziellen Situation von Banken durch die Zentralbank, jedoch keine Änderung der Anforderungen an das regulatorische Kapital oder die Liquidität
  • Senkung des Leitzinses am 15. April 2020 von 16 auf 15 Prozent und am 8. September von 15 auf 14 Prozent

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Krisenbewältigungsfonds in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar (etwa 2 Prozent des BIP) zur Unterstützung der Wirtschaft
  • Weitere Maßnahmen zur Krisenbewältigung: Aufstockung der Finanzierung des Gesundheitswesens, Sozialleistungen für Familien, Zinszuschüsse für Unternehmen, Senkung der Sozialabgaben

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 7,32 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 504.781 Fälle; 32.391 Todesfälle; 443.880 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 17.643.060 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkungen:

  • Schließung der Grenzen und ursprünglich strikte Einschränkungen; seit Juni 2020 leichte Lockerungen
  • Ausnahmezustand seit dem 13. September 2020 aufgehoben
  • Liquiditätsprobleme aufgrund des Verfalls der Rohölpreise durch die Corona-Pandemie
  • Dezember 2020: neuer 30-tägiger Ausnahmezustand, eine zweiwöchige nächtliche Ausgangssperre; Verringerung der Kapazitäten in Einkaufszentren, Restaurants und Hotels
  • 1. Mai 2021: Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen reagierte die Regierung mit einer Reihe von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Stützung der Wirtschaft,  i.) die Schließung von Schulen und Universitäten ii.) die Schließung öffentlicher Räume und unkritischer kommerzieller Aktivitäten iii.) die Einstellung des öffentlichen Verkehrs iv.) die Verhängung einer Ausgangssperre am Wochenende (freitags 20:00 Uhr bis montags um 05:00 Uhr)

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • Vorübergehende Änderungen des Währungs-, Finanz-, Wertpapiergesetzes und der Versicherungsvorschriften zur Unterstützung des Privatsektors, einschließlich außerordentlicher Zahlungsaufschübe für Kreditverpflichtungen, auch von öffentlichen Banken
  • Senkung des Beitragssatzes der Banken zum Liquiditätsfonds um drei Prozentpunkte der Einlagen (auf 5 Prozent), wodurch etwa 950 Millionen Dollar an liquiden Mitteln frei wurden

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Außergewöhnliche Geldtransfers an arme Familien (250 Millionen US-Dollar)
  • Verteilung von Lebensmittelkörben, vorübergehende Lockerung der Anspruchsvoraussetzungen für die Arbeitslosenversicherung (372 Millionen US-Dollar)
  • Zusätzliche Ausgaben für die Gesundheit (550 Millionen US-Dollar)
  • Stundung der Lohnabgaben, Studiengebühren, Krankenversicherung, Versorgungsleistungen und Wohngeld, vorübergehende Preiskontrollen für Grundnahrungsmittel

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Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 4,63 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 3.516.043 Fälle; 267.969 Todesfälle; 2.865.218 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 128.932.753 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung:

  • Neben allgemeinen Auswirkungen des Lockdowns stark betroffen durch Rückgang der Exporte und Einsturz des Ölpreises
  • Grün-gelb-orange-rot-Farbsystem für Bundesstaaten zur Darstellung des Umfangs der erlaubten Aktivitäten (z.B. Staaten mit den meisten aktiven Fällen sind rot und bedeuten strenge Quarantänepflichten für die Bewohner*innen)
  • 01.-14. März 2021: 0 Staaten in der roten Kategorie, 10 Staaten in der orangenen Kategorie, 20 in der gelben Kategorie und 2 in der grünen Kategorie

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • Senkung der Mindesteinlagen und des Leitzinses um 2,75 Prozent
  • Einführung Maßnahmen zur Liquiditätssteigerung: Zentralbank erweitert ihre Liquiditätsfazilitäten und macht sie erschwinglicher durch die Akzeptanz weiterer Schuldensicherheiten sowie die Erweiterungen der für eine Fazilität in Frage kommenden Unternehmen. Genauer: Eröffnung Fazilität zum Rückkauf von Staatsanleihen sowie Kostenreduktion von Repos
  • Temporäre Swap-Facility für Schuldverschreibungen
  • Vergabe vorübergehender Ausnahmeregelungen durch Nationale Banken- und Wertpapierkommission (CNBV), die es Kreditgeber:innen erlauben, Kredite um bis zu 4 oder 6 Monate zu verschieben
  • Für Banken: erlaubte Verwendung von bis zu 50 Prozent des Kapitalpuffers

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Mehrere Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitswesen und Haushaltspolitik zur finanziellen Unterstützung:
    • Höhere Ausgaben im Gesundheitssektor für medizinische Geräte und Materialien sowie das Streichen bürokratischer Hindernisse bei dessen Beschaffung
    • Kreditvergabe an KMUs und Arbeitnehmer:innen sowohl im formellen als auch im informellen Sektor
    • Bereitstellung von Liquiditätshilfen und Bürgschaften der Entwicklungsbanken (250 Milliarden Pesos).
    • Zinsgünstige Privatkredite
  • Fiskalische Maßnahmen in Höhe von 0,2 Prozent des BIP für die Gesundheitsausgaben und 0,5 Prozent des BIP für die Unterstützung von Haushalten und Unternehmen

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Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 4,50 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 99.701 Fälle; 3.043 Todesfälle; 83.342 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 6.486.201 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung:

  • März 2020: strenge Lockdown-Regelungen: Schließung aller nicht-notwendigen kommerzieller Tätigkeiten
  • August 2020: Wiederaufnahme von wirtschaftlichen Aktivitäten

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören (Stand: 6. Mai 2021):

  • Verhängung eines vorübergehenden Moratoriums für Kreditrisikoratings
  • Vorübergehende Lockerung der Kreditbedingungen durch eine Fristverlängerung für die Rückzahlung von Krediten
  • Einrichtung eines Treuhandfonds in Höhe von 650 Mio. USD, der von der Entwicklungsbank BANDESAL betrieben wird, um Arbeitnehmer:innen und KMUs zu unterstützen

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

Zu den wichtigsten Ausgaben- und Steuermaßnahmen gehören (Stand: 6. Mai 2021):

  • Einmalige Subvention in Höhe von 300 USD für ungefähr 75 Prozent aller Haushalte
  • Dreimonatige Stundung der Versorgungsleistungen
  • Dreimonatige Verlängerung der Einkommensteuerzahlungen im Tourismussektor für Steuerzahler:innen mit einem steuerpflichtigen Einkommen von weniger als 25.000 USD, Steuerzahler:innen im Strom- und Telekommunikationssektor und alle Steuerzahler:innen mit einer Steuerpflicht unter 10.000 USD
  • Dreimonatige Befreiung der Tourismussteuer für Unternehmen, die in der Tourismusbranche tätig sind
  • Vorübergehende Abschaffung der Importzölle auf wichtige Medizin- und Lebensmittelimporte (Masken, Desinfektionsmittel, Mehl, Reis, Bohnen)

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 4,35 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 2.161.358 Fälle; 198.799 Todesfälle; N/A Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 32.971.846 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung

  • März 2021: Kapazitätsbeschränkungen erhöhen sich auf 20 Prozent bei Einzelhandelsgeschäften, 30 Prozent bei Restaurants und 40 Prozent bei anderen Dienstleistern (Supermärkte, Banken, Friseursalons etc)
  • Stand Juni 2021: Die Regierung hat den Gesundheitsnotstand COVID-19 bis zum 2. September 2021 verlängert
  • Stand Juni 2021: Ausmaß Beschränkungen abhängig von Einstufung der Gebiete (Alarmstufen von „Hoch“ bis „Extrem“)
  • „Hoch bis sehr hoch“: Ausgangssperre von 21:00 bis 16:00 Uhr von Montag bis Sonntag, die Geschäfte müssen spätestens zwei Stunden vor der örtlichen Ausgangssperre schließen
  • In Gebieten mit "Extremer Alarmstufe" müssen Geschäfte spätestens drei Stunden vor der Ausgangssperre schließen

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • Bankenaufsicht: Erlaubnis für Finanzinstitutionen, die Bedingungen ihrer Kredite an die vom Covid-19-Ausbruch betroffenen Haushalte und Unternehmen zu ändern, ohne die Klassifizierung der Kredite zu ändern, diese Operationen müssen genau definierte Bedingungen erfüllen, einschließlich einer maximalen Änderungsfrist von sechs Monaten
  • Zentralbank: Angebot eines variablen Zinssatzes gegen einen festen Zinssatz mit Laufzeiten von 3 bis 7 Jahren; Repos mit einer Laufzeit von 1-3 Jahren; Einführung einer Fazilität zum Rückkauf von Handelsrechnungen von KMUs
  • Liquiditätshilfe über 60 Mrd. PEN (peruanischer Sol – Währung in Peru) - (knapp 13,5 Millionen Euro)

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Einrichtung eines Fonds von 800 Millionen PEN (oder 0,1 Prozent des BIP): Unterstützung von qualifizierten KMUs bei der Sicherung von Betriebskapital und/oder der Refinanzierung von Schulden; Ausweitung dieses Programms auf etwa 0,5 Prozent des BIP angekündigt
  • Oktober 2020: Programm zur Ausgabe von Garantien zur teilweisen Absicherung von Kreditumstrukturierungen für Haushalte und KMU (Kosten ca. 5,5 Milliarden PEN; 0,8 Prozent des BIP)
  • Im Rahmen der zweiten Welle: zusätzliche Geldtransfers an Haushalte in Gebieten, die den Beschränkungen unterliegen in Höhe von 600 PEN (rund 135 Euro; 0,4 Prozent des BIP), sowie Aufschub der Frist für Steuererklärungen zugunsten von Unternehmen und Einzelpersonen, zusätzliche Ausgaben für Gesundheitseinrichtungen in Höhe von 300 Millionen PEN (knapp 68 Millionen Euro)
  • Zusätzliche Maßnahmen in Höhe von etwa 0,2 Prozent des BIP wurden am 26. Mai 2021 angekündigt, darunter höhere Ausgaben für Gesundheit, Unterstützung für Haushalte und Kurzarbeit

 


Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 3,71 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 257.770 Fälle; 1.046 Todesfälle; 230.716 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 3.278.292 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung:

  • Einreiseverbot für Ausländer aus Risikogebieten
  • 2021: Prüfungen für die Abschlussklassen und die für die Aufnahme an den Universitäten, Hochschulen und Colleges fallen laut Regierungsbeschluss aus
  • Mai 2021: 89 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung erhalten, und 46 Prozent sind vollständig geimpft. Die Regierung strebt an, bis Ende Juni 2021 60 Prozent der Bevölkerung vollkommen geimpft zu haben, unter 18-Jährige bleiben ausgeschlossen

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • April 2020: Verabschiedung des Anti-Pandemie-Gesetzes, das den Kauf von Anleihen staatlicher Unternehmen forciert hat, um reduzierte Gewinne zu kompensieren
  • November 2020: Senkung des Leitzinses um 2 Prozent auf 6 Prozent; Erhöhung der Mindestreserve der Banken um 2,5 Prozent auf 6 Prozent und Verlängerung der entgegenkommenden Maßnahmen für Schuldner:innen bis Ende Juni 2021
  • Januar 2021: Verlängerung des Anti-Pandemie-Gesetzes bis Ende Juni 2021
  • Februar 2021: Ankündigung eines dreijährigen Konjunkturpakets (2021-23) finanziert von der Mongolbank; Konjunkturimpuse für 2021 schätzungsweise 5 Prozent des BIPs

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Dezember 2020: vorübergehende Befreiung von Steuerstrafen und Gebühren bei Zahlungsverzug; finanzielle Unterstützung von 3 Mrd. MNT (Abkürzung für lokale Währung, mongolischer Tugrik) für ausgewählte Provinzen
  • 8. April 2021: Unterstützungsmaßnahme der Regierung in Höhe von 300.000 MNT pro Bürger:in, um einen Einkommensverlust im Zusammenhang mit einem erneuten Lockdown zu kompensieren
  • 5. Mai 2021: Regierung kündigt einen Bonus von 50.000 MNT für vollständig geimpfte Personen an
  • Mai 2021: geplante Senkung Ende Juli der Sozialversicherungsbeiträge um 2 Prozentpunkte, der entstehende Finanzierungsbedarf (geschätzt auf 94 Mrd. MNT für 2021) wird im Rahmen des Anti-Pandemie-Gesetzes angegangen

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 3,56 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 100.790 Fälle; 2.058 Todesfälle; 94.904 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 16.718.971 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung:

  • Inländische Reisebeschränkungen am 16. April 2020 aufgehoben
  • Juni 2020: Kasinos, Kinos, Museen und Theater in unterschiedlichem Maße wieder geöffnet, Unterhaltungsstätten (z.B. Karaoke und Clubs) seit Juli 2020 wieder geöffnet; schrittweise Öffnung von Schulen seit September 2020
  • Die Corona-Impfungen im Land laufen seit Anfang Februar 2021; Stand Mai 2021: 1,5 Millionen Menschen sind gegen das Corona-Virus geimpft

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

Die Nationalbank von Kambodscha hat Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität im Bankensystem umgesetzt, unter anderem:

  • Senkung des Zinssatzes für ihre liquiditätszuführenden besicherten Geschäfte, wodurch die Finanzierungskosten der Banken in Landeswährung gesenkt werden
  • Senkung des Zinssatzes für handelbare Einlagenzertifikate
  • Richtlinien für Finanzinstitutionen zur Restrukturierung von Krediten für Kreditnehmer:innen in vorrangigen Sektoren (Tourismus, Bekleidung, Bauwesen, Transport und Logistik), die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden (aber immer noch leistungsfähig sind). Verlängerung bis Ende Juni 2021

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Mehrere Steuererleichterungen im Wert von rund 200 Mio. USD, Vergabe von 600 Mio. USD als zinsgünstige Sonderkredite an spezialisierte Banken (200 Mio. USD im Kreditgarantiefonds und 300 Mio. USD in der Zusatzfinanzierungsfazilität), zusätzlich zu den Paketen für KMU in der verarbeitenden Industrie (50 Mio. USD) und KMU im Agrarsektor (50 Mio. USD)
  • März 2021: i.) Zuschüsse für die Bekleidungs- und Tourismusbranche, ii.) Steuerbefreiung für die Tourismus- und Flugzeugbranche und iii.) Bargeld-Hilfsprogramm für arme und bedürftige Familien

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 3,44 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 177.308 Fälle; 2.576 Todesfälle; 171.650 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 6.591.600 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung:

  • Erneute Einführung verschiedenen Maßnahmen nach erneutem Fallanstieg: Beschränkung der Arbeitszeiten von Supermärkten, ÖPNV, Restaurants
  • Die Kirgisische Republik wird voraussichtlich Ende Februar im Rahmen der COVAX-Initiative Impfstoffe erhalten

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

  • Erhöhung des Leitzinses um 0,75 auf 5 Prozent trotz globaler Unsicherheit und zunehmender Inflation

Liquiditäts-Entscheidungen der kirgisischen Nationalbank u.a.:

  • Lockerung der Liquiditäts-Anforderungen an Banken (Liquiditätsquote von 45 Prozent auf 30 Prozent Minimum)
  • Möglichkeit für Geschäftsbanken, Zahlungen des Kapitalbetrages von Krediten (6 Monate Laufzeit) zu verzögern oder umzustrukturieren
  • Banken und Finanzinstitute außerhalb des Bankensektors sollen eine Kredit-Verlust-Rückstellung in Höhe von 100 Prozent für den Betrag der überfälligen aufgelaufenen Zinszahlungen für Kredite bilden, die als «Nicht-Zinserträge» eingestuft wurden, wenn die überfälligen Zahlungsrückstände 270 Tage oder mehr betragen

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

  • Vorbereitung eines zweiten und dritten Pakets von Wirtschaftsmaßnahmen in Höhe von etwa 540 Millionen Dollar (7 Prozent des BIP)
  • Befristete Steuerbefreiungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Einige subventionierte Kredite an Banken, um kleinen und mittleren Unternehmen durch zinsgünstige Darlehen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen
  • Unterstützung durch internationale Akteure: 121 Mio. USD durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) und 50 Mio. USD durch die Asiatische Entwicklungsbank

Anteil im Portfolio des IIV Mikrofinanzfonds: 2,81 Prozent (Stand: 10.09.2021)

Stand der Corona-Situation: 585.036 Fälle, 8.287 Todesfälle, 548.951 Genesene (Stand: 14.09.2021)

Bevölkerungszahl: 3.714.000 (Stand: 2020)

Quarantäne-Regelungen und Kontaktbeschränkung

  • März 2021: Start der Impfkampagne mit Priorität auf medizinischem Personal und Personen älter als 45 Jahre
  • Juni 2021: Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern
  • Juli 2021: Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre (seit Ende November 2020 in Kraft)
  • August 2021: Ca. 4 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft

Makro- und geldpolitische Maßnahmen:

Der Finanzsektor ist aufgrund vieler Maßnahmen während des zweiten Lockdowns (28. November 2020 bis 30. Januar 2021) voll funktionsfähig geblieben:

  • Nach einer Senkung des Leitzinses um 100 Basispunkte zwischen April und August 2020 hat die Nationalbank Georgiens (NBG) den Zinssatz 2021 um insgesamt 250 Basispunkte auf 9,5 Prozent angehoben
  • Eine Förderung von Moratorien für Kreditrückzahlungen und Einführung eines Moratoriums für Bußgelder, bei einem Verstoß gegen die vereinbarten
    Rückzahlungsbedingungen bedingt durch die Coronakrise
  • Eine Lockerung der Kapitalanforderungen im März 2020 um mehr als drei
    Prozentpunkte für Common Equity Tier 1 (CET 1) [1] 

Fiskal- und Wirtschaftspolitik:

Die Regierung führte zahlreiche fiskalische Unterstützungsmaßnahmen ein, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie abzumildern:

  • Die finanzielle Unterstützung für Einzelpersonen und Unternehmen belief sich im Jahr 2020 auf 1,86 Mrd. Georgische Lari (GEL), ca. 511 Mio. Euro
  • Das fiskalische Unterstützungspaket für 2021 soll 1,247 Mrd. GEL, ca. 340 Mio. Euro beinhalten

 

[1] Als CET 1, auch hartes Kernkapital genannt, werden Eigenkapitalreserven von Banken zur uneingeschränkten und unmittelbaren Deckung von Risiken oder Verlusten bezeichnet. Das Verhältnis von hartem Kernkapital zu Risiken in der Bankbilanz wird mit der harten Kernkapitalquote in Prozent (CET1-Quote) ausgewiesen. Banken müssen eine harte Kernkapitalquote von mindestens 4,5 Prozent erfüllen. Es ist demnach eine 2014 eigeführte Vorsichtsmaßnahme, um die Wirtschaft vor einer Finanzkrise zu schützen.


 

Quellen:

IMF, Policy Responses to COVID-19: https://www.imf.org/en/Topics/imf-and-covid19/Policy-Responses-to-COVID-19

Wikipedia, COVID-19 pandemic by country and territory: https://en.wikipedia.org/wiki/COVID-19_pandemic_by_country_and_territory

The World Bank, Population Data: https://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.TOTL

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