Rückblick auf 2020

Wie hat Invest in Visions die großen Herausforderungen bewältigt, die im Jahr 2020 auf uns zugekommen sind? Wir geben Ihnen einen Überblick über die Maßnahmen, die Invest in Visions getätigt hat, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie so gering wie möglich zu halten.

Nachdem die Folgen der Pandemie im ersten Halbjahr schlecht abzuschätzen waren, hat sich die Situation im zweiten Halbjahr im Bereich Mikrofinanz stabilisiert. Im ersten Halbjahr führten die meisten Länder strenge Lockdowns ein, wodurch es für MikrokreditnehmerInnen schwer war, ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten nachzugehen. Folglich sind sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Viele Regierungen haben daher Moratorien umgesetzt, sodass Rückzahlungen später getätigt werden konnten. Da Mikrofinanzinstitute (MFIs) dadurch in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, haben sie Stundungsanfragen an uns gerichtet, denen wir nachgekommen sind. In den meisten Ländern, in denen wir Darlehen an MFIs vergeben, werden derzeit keine strengen Lockdowns mehr umgesetzt. Auf diese Weise können wirtschaftliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden. Dies bedeutet auch, dass Kredite wieder zurückgezahlt werden und die Nachfrage nach neuen Krediten steigt. Rückblickend haben sich die Auswirkungen der Pandemie auf das IIV-Portfolio als geringer herausgestellt als erwartet. Es hat sich gezeigt, dass ein enger Austausch mit den MFIs und ein Entgegenkommen insbesondere bei Stundungsanfragen zielführend waren.

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das IIV-Portfolio so gering wie möglich zu halten, haben wir unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Fokus auf langjährige Partner-MFIs mit guter Bonität: Aufgrund der Reisebeschränkungen konnten wir nur schwer neue MFIs in das IIV-Portfolio aufnehmen. Nachdem zwischen April und Mai 2020 weniger Transaktionen getätigt wurden, haben wir anschließend unsere Zusammenarbeit mit MFIs, die sich bereits in unserem Portfolio befinden, intensiviert.
  • Kreditverlängerung nur nach ausgiebiger Neubewertung der Risiken: Wir haben Kredite nur im Fall von ausführlichen Risikobewertungen insbesondere in Bezug auf finanzielle Eckdaten der MFIs verlängert.
  • Mögliche Fristenverlängerungen von bestehenden Krediten bei weiterer Zinszahlung: Um die MFIs in ihren Liquiditätsherausforderungen zu unterstützen, sind wir mehreren Stundungsanfragen nachgekommen.
  • Kontinuierliches Risikomonitoring auf Länder- und MFI-Ebene: Wir haben mögliche Risiken für unsere Investitionsentscheidungen regelmäßig und umfassend beobachtet. Dazu gehörten auch makro- und fiskalpolitische Maßnahmen auf Länderebene.
  • Enge Zusammenarbeit mit anderen internationalen Geldgebern und Förderbanken: Im Austausch mit anderen Akteuren in den Bereichen Mikrofinanz und finanzielle Inklusion konnten wir Möglichkeiten erarbeiten, um die MFIs in der Corona-Pandemie bestmöglich zu unterstützen.

Für das Jahr 2021 ist davon auszugehen, dass sich eine Aufhebung der Reiseeinschränkungen in den meisten Zielländern positiv auf die Entwicklung unseres Portfolios auswirken wird. Des Weiteren werden die Kosten zur Absicherung von Währungsschwankungen zwischen Euro und US-Dollar wahrscheinlich auch im Jahr 2021 gering bleiben. Nachdem wir Ende des vergangenen Jahres einen Investitionsgrad von fast 80 Prozent erreicht hatten, planen wir diesen im kommenden Jahr zu erhöhen. Zudem hat die gute Kapitalisierung der MFIs dazu beigetragen, dass das Darlehensportfolio des IIV Mikrofinanzfonds für die Pandemie-Herausforderungen gut gewappnet war. Es ist damit zu rechnen, dass die MFIs auch im Jahr 2021 sehr gesunde Eigenkapitalquoten halten werden.

 

18.01.2021

Autorin: Ariane Schoen

Schreiben Sie mir eine E-Mail: ariane.schoen@investinvisions.com

 

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