| AuM: |
Assets under Management, das Anlagekapital |
| Ausschlusskriterien: |
Einzelne oder mehrere Kriterien, die entsprechend einer nachhaltigen Anlagepolitik Investitionen in bestimmten Unternehmen oder auch Sektoren verbietet. Auch Negativkriterien genannt |
| Screening: |
Aktion innerhalb eines nachhaltigen Investmentansatz, um mit Hilfe bestimmter gesetzter Ausschlusskriterien passende Investitionen herauszufiltern. |
| Investment Fonds: |
Eine juristische Einheit, Sondervermögen, deren ausschließliche Aufgabe der Erwerb von Investitionsbeständen ist. |
| Fondsmanagement: |
Die Organisationseinheit, welche für die Verwaltung der Anlegergelder verantwortlich ist. |
| Gruppenkredite: |
Bei Gruppenkrediten handelt es sich in der Mikrofinanzierung um eine besondere Form der Vergabe der Kleinstkredite. Eine variierende Anzahl von Menschen schließt sich zu einer Gruppe zusammen. Gemeinsam erhalten sie einen Kredit. Die Teilnehmer bürgen füreinander und unterstützen sich gegenseitig bei ihren Geschäftsideen. Die Gruppe bestimmt dabei selbst über die Aufnahme der einzelnen Mitglieder. Vertrauen spielt hierbei eine große Rolle. Der soziale Druck, welche die Gruppe auf jeden Einzelnen ausübt, trägt oftmals zu der hohen Rückzahlungsquote stark bei. |
| Informeller Sektor: |
Der informelle Sektor ist oftmals die Folge der Bürokratisierung der Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Unternehmen des informellen Sektors sind meistens nicht registriert und damit nicht steuerpflichtig. Es existieren nur geringe Eintrittsbarrieren, oftmals ist er gekennzeichnet durch Selbstständigkeit, geringe Mengen an Produktion, arbeitsintensive Produktion, Verwendung einheimischer Ressourcen sowie der fehlende Zugang zu organisierten Märkten und zu traditionellen Kreditformen. |
| Investitionskriterien: |
Der Grundsatz oder die Urteilsgrundlage zur Festlegung, worin der Fonds aus ökologischer, sozialer oder ethischer Sicht investieren darf und worin nicht. |
| Traditioneller Kapitalmarkt: |
Der Kapitalmarkt, oft auch als Finanzmarkt bezeichnet, verbindet Kapitalgeber und –nehmer. Die wirtschaftliche Bedeutung des Kapitalmarktes liegt insbesondere darin, dass den Investoren langfristig Mittel in Form von Eigen- oder Fremdkapital zur Verfügung gestellt werden. Die Kapitalgeber erhalten hierfür einen Ertrag. Der traditionelle Kapitalmarkt in Entwicklungs- und Schwellenländern beschreibt die Geldquellen, welche schon vor Beginn der Mikrofinanzierung zur Verfügung standen. Hiermit sind z.B. Großbanken gemeint. Dieser Markt steht nicht allen Marktteilnehmern zur Verfügung, oftmals auf Grund von fehlenden Anreizen für die Kapitalgeber. |
| Kleinstunternehmer/in: |
Die Mikrofinanzierung richtet sich an Kleinstunternehmer/innen, wobei diese zumeist Einzelpersonen sind, welche sich mit ihrer Geschäftsidee selbstständig gemacht haben. Als Mikrounternehmen gelten Unternehmen bis zu einer Größe von 4 Mitarbeitern. Kleinstunternehmer erhalten auf Grund ihrer fehlenden Sicherheiten nur sehr beschränkt Zutritt zum traditionellen Finanzmarkt. |
| KMU: |
Kleine und mittlere Unternehmen – es existiert keine universelle Definition für diesen Unternehmenstyp. Eine oftmals verwendete Beschreibung definiert sie als Unternehmen mit mindestens 5 und höchstens 250 Angestellten. Es handelt sich hierbei um den Mittelstand der Schwellen- und Entwicklungsländer. Sie sind der Hauptantreiber ökonomischer sowie sozialer Entwicklung in diesen Ländern und Hauptarbeitgeber. |
| Kommerzialisierung: |
Im Mikrofinanzkontext spricht man von der Kommerzialisierung der MFI, wenn diese das komplette Bankgeschäft an eine weitere Zielgruppe anbieten. |
| Kreditgarantie: |
Die Kreditgarantie, auch Sicherheiten genannt, soll den Garantiebegünstigten (Kreditgeber) vor den finanziellen Folgen des Risikos schützen, wenn der Schuldner seine Verpflichtungen aus einem Kreditverhältnis nicht bzw. nicht rechtzeitig erfüllt. Sicherheiten können z.B. Ersparnisse oder auch Sachmittel sein. Fehlende Sicherheiten verhindern zumeist Kredite von traditionellen Großbanken für Kleinstunternehmer in Schwellen- und Entwicklungsländern zu erhalten. |
| Mikrofinanzierung: |
Mikrofinanzierung ist die Bereitstellung von verschiedenen Finanzdienstleistungen (Kredite, Spareinlagen, Versicherungen, Zahlungsverkehr und andere Finanzdienstleistungen) für arme und einkommensschwache Kunden. Die aktuell vorherrschende Dienstleistung ist der Mikrokredit. |
| Mikrofinanzinstitutionen (MFIs): |
Mikrofinanzinstitutionen (MFIs) sind Finanzinstitutionen, die hauptsächlich Mikrofinanzierungsdienstleistungen anbieten. Ihr Ziel ist es, einkommensschwache Haushalte mit einer zunehmenden Bandbreite von Finanzdienstleistungen zu erreichen und auch, um Klein-Unternehmen zu finanzieren. MFI schließt Banken, regulierte Finanzinstitutionen, die keine Banken sind (regulated nonbank financial institutions, kurz NBFI), Spar- und Kredit-Kooperativen und Non-Profit-Organisationen ein. Die Gruppe der MFIs ist in verschiedenen Tiers eingeteilt: |
| Mikrokredit: |
Ein Teil im Bereich der Mikrofinanzierung ist der Mikrokredit, wo einem Kleinstunternehmer ein Kredit von einer MFI gewährt wird. Hierbei handelt es sich um die häufigste Form innerhalb der Mikrofinanzierung. |
| Mikrounternehmen: |
Ein sehr kleines Unternehmen, welches fast nur im informellen Sektor existiert. Sie haben weniger als 5 Mitarbeiter und sind meistens die einzige Quelle des gesamten Familieneinkommens. Sie können als Sprungbrett zum Aufbau größerer, sicherer und stabilerer Unternehmen dienen. Beispiele sind kleine Kioske, Tischlereien und Nähereien. |
| NGO (Non-Governmental Organisation): |
Es existiert keine einheitliche Definition des NGO-Begriffs. Generell sind unter dem Begriff alle internationalen Organisationen zu verstehen, die nicht durch ein öffentliches Mandat legitimiert sind. Oftmals sind NGOs auf private Initiative gegründet worden und von staatlicher Einflussnahme unabhängig. Viele MFIs sind oder waren ursprünglich vor ihrer Kommerzialisierung NGOs. Der Zugang zu Geldmitteln ist für NGOs oftmals beschränkt und private Investitionen sind damit äußerst wichtig. |
| OECD Länder: |
Die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) vereinigt 34 Länder auf der ganzen Welt. Die meisten OECD-Mitglieder gehören zu den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen und gelten als entwickelte Länder. |
| Partnerfinanzinstitution (PFI): |
Partnerfinanzinstitutionen können verschiedene Arten von Finanzinstitutionen sein, wie z.B. Geschäftsbanken, Spezialbanken, wie MFIs, aber auch Investmentfonds. In jedem investierten Land hat Invest in Visions zahlreiche PFIs, welchen Geldmittel zur direkten Weitergabe an die KMU in dem jeweiligen Entwicklungs- oder Schwellenland zur Verfügung gestellt werden. |
| Nachhaltige Investitionen: |
Nachhaltige Investition ist die allgemeine Bezeichnung für nachhaltiges, verantwortliches, ethisches, soziales, ökologisches Investieren. |
| NAV: |
Net Asset Value, Reinvermögenswert |
| Portfolio at Risk: |
Dieses ist ein Instrument zur Erfassung aller überfälligen Kredite. Hiermit sind verspätete Zahlungen oder noch nicht fällige Zahlungen gemeint. Diese Anzahl wird dann in Relation zum aktuellen Gesamtportfolio gesetzt und hiermit wird somit die Portfolioqualität gemessen. |
| Positive Auwahlkriterien: |
Auswahl von Unternehmen, welche die in der Anlagepolitik festgelegten Anforderungen hinsichtlich bestimmter ökologischer, sozialer und ethischer Aspekte erfüllen. |
| SRI (Socially Responsible Investment): |
siehe nachhaltige Investitionen |