Social Impact Bonds

… FÜR EINE BESSERE ZUKUNFT

INNOVATIVE SOZIALE MAßNAHMEN BIETEN ATTRAKTIVE PRÄMIEN

Social Impact Bonds (soziale Wirkungskredite) sind ein innovatives Finanzierungsinstrument bei dem soziale Dienstleistungen privat im Voraus finanziert und nach entsprechendem Erfolg aus öffentlichen Mitteln mit einer zusätzlichen Rendite ausgeglichen werden.

Hintergrund ist, dass viele staatliche Präventions- und Hilfsmaßnahmen, ob in der Drogenbekämpfung, Resozialisierung von Straftätern oder Integration von Migranten, regelmäßig am Ende eines Jahres vor der Sorge stehen, ob sie weiter finanziert werden. Social Impact Bonds setzen hier an und zielen darauf ab, soziale Dienstleistungen dauerhaft mit privatem Kapital zu versorgen, um verschiedene Stakeholder (Investoren, Staat, Dienstleister) effektiv zusammenzuführen, die Effizienz zu steigern und umfangreiche Datensätze zur vollständigen Bewertung zu sammeln.

In der praktischen Umsetzung wird ein soziales Projekt durch privates Kapital vorfinanziert. Nach Laufzeitende wird eine staatliche Prämie an die Vorfinanzierer ausgezahlt, wenn das Projekt die vorher festgelegten Wirkungsziele erreichen konnte. Somit kann ein Projekt doppelte Rendite generieren: Die Qualität von sozialen Projekten wird gesteigert, da die Wirkungsziele unter hoher Motivation angestrebt werden und der Investor wird monetär über die Prämie als Rendite entlohnt.

Social Impact Bonds sind eine Entwicklung der letzten Jahre: gemeinsam mit zwei Projektpartnern gestaltete die us-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs 2013 einen Social Impact Bonds zur frühkindlichen Bildung. Mit 7 Millionen US Dollar finanzierte sie das Utah High Quality Program, eine Vorschule in Utah für drei- und vierjährige, die erste Lernschwierigkeiten aufwiesen.

Ziel des Programms ist es, die jungen Kinder besser auf die Kindergarten-, Schul- und gegebenenfalls Universitätszeit vorzubereiten, so dass diese im Laufe ihres Lebens keine zusätzlichen, spezialisierten und staatlichen Lernprogramme in Anspruch nehmen müssen. Somit würden Kosteneinsparungen seitens der Stadt Utah und weiteren öffentlichen Einrichtungen erzielt werden. Im Herbst 2013 konnten durch die erste Finanzierung von 1 Millionen USD durch den Bond mehr als 500 Kinder an dem Utah High Quality Program teilnehmen.

Das erste Modellprojekt wurde in Deutschland etwa zur gleichen Zeit gestartet. Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern vereinbarten die Projektpartner von „Eleven Augsburg“, arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einer Ausbildung oder Beschäftigung zu verhelfen, um ihnen somit verbesserte Aussichten für das spätere Berufsleben zu bieten.

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