Nachhaltige Agrar- und Forstwirtschaft

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Nachhaltige Landwirtschaft

Auf der Erde leben derzeit rund 7,2 Milliarden Menschen, und schaut man sich aktuelle Forschungsergebnisse an, steht uns ein rasantes Wachstum bevor. So wird die Weltbevölkerung nach Analysen der Vereinten Nationen (UN) mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf 9,6 bis 12,3 Milliarden im Jahr 2100 wachsen. Es genügt jedoch auch ein Blick in die jüngere Zukunft, um sich der globalen Herausforderungen zur Sicherstellung der weltweiten Ernährungssicherheit bewusst zu werden. Sollte sich beispielsweise – wie von Experten vorausgesagt – in den nächsten drei bis vier Jahrzehnten die Getreidenachfrage verdoppeln, stehen wir vor einer gewaltigen Aufgabe, wenn gleichzeitig dabei verhindert werden soll, irreversible Umweltschäden für die nachfolgenden Generationen anzurichten. Der Förderung nachhaltiger Landwirtschaftssysteme kommt in diesem Kontext eine maßgebliche Bedeutung zu.

Insbesondere für Entwicklungs- und Schwellenländer ist die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus sozialer Sicht ein wichtiges Instrument. Studien belegen eindrücklich, dass Wirtschaftswachstum im landwirtschaftlichen Bereich die Armut zweimal so effektiv bekämpfen kann wie in anderen Wirtschaftsfeldern. Zudem ergeben sich aus einer anhaltend hohen Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln und Produkten aus fairem Handel interessante Investitionsmöglichkeiten.

Derzeit bieten sich institutionellen Investoren attraktive Anlagechancen durch Darlehen und Kapitalbeteiligungen an auf Landwirtschaft spezialisierten Mikrofinanzinstituten und landwirtschaftlichen Kooperativen in Entwicklungsländern.

 

Nachhaltige Forstwirtschaft

Die Idee der Nachhaltigkeit ist auf Hans Carl von Carlowitz zurückzuführen, der den Begriff in seinem 1713 verfassten Werk Sylvicultura Oeconomica erstmals prägte und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder umfassend begründete. Dieses Handeln und Denken ist in der deutschen Forstwirtschaft heute sehr verbreitet. In den Entwicklungsländern steckt das Nachhaltigkeitskonzept oft erst in den Anfängen.

Es werden jedes Jahr schätzungsweise 5,6 Millionen Hektar Wald vernichtet, vor allem in den Tropen. Die Menge entspricht der Hälfte des deutschen Waldbestands. Dabei spielt gerade der Regenwald in der aktuellen Diskussion über den Ausstoß von Klimagasen eine wichtige Rolle. Durch die rasante Rodung wird laut Weltbank ein Sechstel aller emittierenden Treibhausgase verursacht, wohingegen die nachhaltige Waldbewirtschaftung kostengünstig Emissionen senken und somit aktiv zum Klimaschutz beitragen kann. Darüber hinaus sind Wälder weltweit für rund 1,6 Milliarden Menschen, die in extremer Armut leben, eine überlebenswichtige Existenzgrundlage, nicht nur durch die Holzwirtschaft, sondern auch durch die Erzeugung anderer Güter im Bereich Medizin oder Aromastoffe.

Die nachhaltige Forstwirtschaft bietet neben attraktiven Anlagemöglichkeiten wichtige ökologische und/oder soziale Zusatznutzen.

Ein interessantes Anlagebeispiel, das ökologische und soziale Komponenten sinnvoll miteinander verbindet, ist ein Wiederaufforstungsprojekt in Mittelamerika. In einer Gegend, in der bereits über 60 Prozent der Waldflächen gerodet wurden und mehr als 500 Vogelsorten und andere Tiere ihre Heimat haben, werden nun auf Plantagen lokale Baumsorten in schonenden Verfahren angepflanzt. Zusätzlich erhalten die Arbeiter einen fairen Lohn und es gibt Projekte für die lokale Bevölkerung. Eine attraktive Rendite ergibt sich durch die weltweite Nachfrage nach diesen Hölzern, die aufgrund der guten klimatische Bedingungen relativ schnell wachsen.

Neben Anlagemöglichkeiten in nachhaltigen Projekten gibt es vielversprechende Investitionsgelegenheiten im Bereich Private Equity.

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