


Invest in Visions will mit seinen Produkten bis 2010 eine Milliarde Euro für Mikrokredite einsammeln und so 10 Millionen Familien helfen, aus eigener Kraft und in Würde aus der Armutsfalle auszubrechen Ziel: Von Investoren eingezahlte Gelder werden an ausgewählte und von internationale Rating-Agenturen bewertete Mikrofinanz-Institute weitergeleitet. Die wiederum unterstützen und überwachen die Vielzahl an Einzelprojekten rund um den Globus. Verzinst werden soll das Kapital mit sechs bis zehn Prozent, sodass Anlegern nach Abzug der Kosten neben einem guten Gewissen auch eine Rendite von bis zu 6 Prozent bleibt.
Gut zehntausend spezialisierte Mikrofinanz-Institute gibt es mittlerweile
weltweit, meist unterstützt von Entwicklungsbanken und NGOs, oft aber
rein kommerzielle Unternehmen. Von Nicaragua über Uganda bis Laos versorgen
sie vor allem Kleinunternehmerinnen mit Startkapital. Es fließt in die
Anschaffung von Nähmaschinen, Töpferscheiben, landwirtschaftlichen
Geräten – in alles, womit sich Geld verdienen lässt. Das Geschäft
ist ein kleinstteiliges: In Indien sind die Zielgruppe beispielsweise 600.000
Dörfer. Ein weites Investmentfeld für Mikrofinanz-Fonds. Aber aufwändig
zu bearbeiten, weil man hinfahren muss, um vor Ort das Institut anzuschauen
sowie um die Organisation und die technische Ausstattung zu prüfen. Aber
es lohnt sich: Mikrofinanz ist wahrscheinlich das wirkungsvollste Werkzeug,
die Armut nachhaltig zu bekämpfen.