

Kleinstkredite verhelfen den Menschen in Entwicklungsländern zu etwas mehr Selbstständigkeit:
Fatima
Serwoni
aus Uganda betreibt in ihrem Dorf einen kleinen Laden für Lebensmittel
und Waren des täglichen Bedarfs. Mit einem neuen Mikrokredit hat sie
nun ein Mobiltelefon angeschafft, das die Bewohner des Dorfes gegen Gebühr
benutzen. Weil das Dorf keinen Strom hat, lädt Fatima den Akku mittels
einer Autobatterie. So profitiert das ganze Dorf von Fatimas Mikrokredit.
Und Fatima verdient wieder ein paar Cent mehr, mit denen sie ihre Familie
unterstützen kann.
Phorn
Hun
besaß kein eigenes Land, keinerlei Sicherheiten und keine Chance auf
einen Kredit. Erst ein Mikrokredit von 25 Dollar ermöglichte es ihr,
eine kleine Nudelküche in Kambodscha zu eröffnen. Ein paar Jahre
später erwarb Phorn Hun ein eigenes Stück Land und baute ein Holzhaus
mit festem Dach – zuvor ein fast unvorstellbarer Luxus für sie.
Heute ist Phorn Hun im zehnten Mikrokredit-Zyklus und betreibt nach wie vor
ihr erfolgreiches Kleinstunternehmen.
Fortunata
Maria de Aliaga
ist Blumenverkäuferin in La Paz. Zusammen mit drei weiteren Frauen kauft
sie ihre Ware günstig im Großmarkt und verkauft sie auf den Straßen
der bolivianischen Hauptstadt. Ihre drei Kinder konnten dank der Einnahmen,
die erst ein Mikrokredit möglich machte, die Schule abschließen.
Drei Frauen, drei Geschäftsideen und eine Gemeinsamkeit: Sie alle erhielten
einen Kredit über jeweils weniger als 50 Euro. Bekommen haben sie das
Startkapital von einem der weltweit rund 10.000 Mikrofinanz-Institute.