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„Mikrofinanz ist keine Wohltätigkeit. Sie ist ein Weg, einkommensschwachen Haushalten dieselben Rechte und Dienstleistungen zu geben, die allen anderen auch zur Verfügung stehen. Damit wird anerkannt, dass arme Menschen die Lösung sind, nicht das Problem.“
Kofi Annan, UNO-Generalsekretär
Mikrofinanz verleiht nicht nur Geld.
Sondern auch Würde.
 

Mikrofinanz bedeutet Zugang zu Geld für arme Menschen ohne Sicherheiten. Ein Mikrokredit ist eine Chance, sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien. Dabei lebt Mikrofinanz den Gedanken, dass die Armen ebenso leistungsfähig und kreativ sind wie wir. Es geht den Umgang auf gleicher Augenhöhe und mit vollem Respekt. Damit ermöglicht Mikrofinanz statt Abhängigkeit reale Unabhängigkeit.

Die Struktur der Finanzhilfe ist immer gleich: Die Laufzeit ist recht kurz und beträgt zwischen sechs und 36 Monaten. Die Kredite sind immer an eine Geschäftsidee gekoppelt, und um Ausfälle zu reduzieren, werden häufig Gruppenkredite vergeben. Falls ein erster Kredit nicht beglichen wird, gibt es keine weiteren mehr. Zwar fallen die Zinsen der Institute mit durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr hoch aus. Das relativiert sich jedoch im Vergleich zu lokalen Kredithaien, die mitunter den gleichen Zinssatz pro Tag verlangen.

Vergeben werden die Kredite vor Ort von Mikrofinanzinstituten. Ein Mikrofinanzinstitut (MFI) ist eine Organisation, die Finanzdienstleistungen Menschen anbietet, welche von den traditionellen Banken keine Dienstleistungen bekommen. Weil sie arm sind und – außer ihrer Arbeitskraft – keine Sicherheiten bieten können, fallen sie aus dem normalen Bankensystem heraus.
MFIs variieren in Größe und Betätigungsfeld. Sie starten oft als NGOs, die nur die Kreditvergabe als Geschäftszweck haben und sich bis hin zu einer regulären Bank entwickeln können.

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