

Mikrokredite können hier tatsächlich etwas bewegen. Die direkte „Hilfe zur Selbsthilfe“ haben in den vergangenen 30 Jahren 500 Millionen Menschen in Anspruch genommen. Investitionen und Spenden von großen Unternehmen halten den Kreditkreislauf für Menschen der Dritten Welt am Leben. Doch es darf gern noch etwas mehr sein: „Um den Bedarf an Mikrokrediten decken zu können, reichen Spenden nicht aus“, sagt Regula Schegg. Auf bis zu 400 Milliarden Dollar schätzt die Direktorin der Grameen-Stiftung in den USA den weltweiten Bedarf; 15 Milliarden Dollar schwer sind die aktuellen Investitionen aller Mikrofinanz-Institute. „Um 500 Millionen Menschen einen jährlichen Kreditbedarf von durchschnittlich 800 Dollar zu sichern, muss frisches Geld vom Kapitalmarkt kommen.“
Schätzungen der Organisation Consultative Group to Assist the Poor (CGAP) zufolge gibt es 80 Prozent aller Unternehmen der Entwicklungsländer nur, weil diese in der Vergangenheit einen Mikrokredit erhielten.